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12. März 2010

Brot



Warum nicht mal wieder auf diesen Köder zurückgreifen? Gerade an Teichen an denen die sonst so nervigen Enten regelmäßig gefüttert werden, habe ich schon oft überraschend gut mit Brot gefangen. Mir viel dabei auf, dass ich sehr viele Bisse hatte kurz nachdem irgend jemand wieder Brotreste zum Federviech ins Wasser geworfen hatte. Durch das Platschen und Flattern der Enten auf und in dem Wasser werden viele Fische scheinbar aufmerksam und kommen direkt zum Futterplatz, wo sich die Enten tummeln. Ich habe dort (genau unter den Enten) schon jede Menge Rotaugen, große Brassen, Karpfen und Schleien mit einer Brotkrume oder mit Brotteig gefangen. Aber Vorsicht: man muss ein wenig aufpassen, dass nicht einer der Vögel den Köder nimmt, denn ein gehakter Haubentaucher kommt bei den Passanten nicht unbedingt an!
Wenn man mit diesem Köder angelt sollte unbedingt frisches Brot benutzt werden. Altes Brot oder welches, was zu lange trocken an der Luft lag, wird bröselig und hält nicht mehr gut am Haken.
Die Brotflocke ist leicht und sinkt sehr langsam auf Grund. Sie bleibt auf Wasserpflanzen und auf Schlamm liegen, wo sie gut von gründelnden Fischen entdeckt wird. Hakengrößen von 6-12 sind genau richtig für eine Flocke.
Die Flocke darf nur vorsichtig ausgeworfen werden, da sie sich sonst schon beim Wurf von Haken löst. Man sollte eine sehr feine Montage mit einer sensiblen
Pose ca.2-3 Gramm Tragkraft verwenden, da sonst kleine Fische die Flocke vom Haken "ablutschen" können, ohne das man es merkt. Ich nehme die Brotflocke oft auf einen Schleienhaken Größe 8-10, ca.2-4 Gramm Laufblei (je nach Windstärke) auf meiner Matchpicker mit Zitterspitze. Hiermit konnte ich schon einige Schleien fangen. Sollte es bei dieser Montage zu vielen Fehlbissen kommen, empfehle ich ein kleines Klemmblei am Vorfach ca. 15-20 cm vom Haken entfernt.
Die Brotkruste hat den Vorteil, dass sie wesentlich fester am Haken sitzt 
als die Brotflocke. Normalerweise schwimmt die Kruste auf dem Wasser, soll sie aber sinken, kann man auf folgendem Trick zurück greifen: Kruste anhaken, in das Wasser tunken und wie einen Schwamm zusammendrücken. Nun sinkt sie auf Grund.
Der Brotteig ist mein persönlicher Favorit unter den Brotködern, nicht nur auf kleine Fische. Durch Zugabe von Duftstoffen kann ein außergewöhnlich guter Köder hergestellt werden. Hier ein einfaches Rezept:
 1 frisches, gesüßtes Weißbrot entrinden     
Weißbrot in ein Geschirrhandtuch legen und mit Wasser befeuchten das feuchte Brot in das Handtuch einwickeln und das Wasser wieder herauspressen Weißbrot in eine Schüssel legen und folgendes (nach Belieben) hinzugeben: 
- etwas Traubenzucker Vanillearoma (flüssig) Milch 1 Ei dann noch Mehl dazu und durchkneten, bis die Masse zäh wird danach den Teig kurz in der Mikrowelle erhitzen, dadurch wird er um einiges fester und bleibt besser am Haken
Wenn der Teig um dem Haken geknetet wird ist zu beachten, dass die Hakenspitze frei bleibt.       
Duftendes Brot Wer sein Brot gerne
mit Duftstoffen beh
andelt, sollte mal folgenden Trick ausprobieren:
Ein Laib geschnittenes Brot wird mit einem
Duftstoff von allen Seiten bestäubt.
Danach das Brot in eine Tüte legen und einfrieren.
Wenn das Brot dann wieder auftaut zieht der Duftstoff langsam und gleichmäßig in das Brot hinein!
 

Maden


Die Made ist immer noch, neben dem Wurm, der beliebteste Köder. Fast alle Fische lassen sich mit der Fliegenmade fangen. Egal ob man mit der Made am Haken angelt oder sie ganz einfach nur dem Futter beimischt, sie verspricht auf jeden Fall Erfolg.
Die große, weiße Made
ist die Larve der blauen Schmeißfliege. Sie werden bis zu 13mm lang und 3mm dick. Häufigste Verwendung: Am Haken oder im Futter. Durch ihr verhältnismäßig großes Eigengewicht haben sie den Vorteil, dass sie schnell zum Grund sinken. Sie sind also zum "zwischendurch Anfüttern", als auch für Fließgewässer geeignet.
Pinkies
nennt man die kleinen, leichten Maden. Sie sind am besten für stehende Gewässer und langsam fließende Flüsse geeignet.
Squatts
sind kleine, weiße Maden. Häufigste Verwendung: im Grundfutter. Man kann mit ihnen verhältnismäßig gut auf Brassen angeln (wenn man es denn will!).
Woran erkenne ich, daß eine Made frisch ist?
Ganz einfach: Bei frischen und jungen Maden kann man schwarze Nahrungsreste erkennen. Je größer also dieser Fleck ist, desto frischer ist die Made.
Was muß ich tun, damit meine Maden lange haltbar bleiben?
Am besten kühl aufbewahren. Aber Vorsicht: Madenhälterung im Kühlschrank hat schon Scheidungen nach sich gezogen! Nicht jeder versteht den "Drang eines Anglers". Auch wenn man die Maden im Keller aufbewahrt sollte es immer in einem geschlossenem Behälter sein, denn wild umher schwirrende Fliegen sind nicht besonders angenehm
So mache ich aus meiner Made den ganz besonderen Köder!!!
Man nehme eine Dose Maden und streue ein wenig Duftstoff zum Sägemehl dazu. Diese Maden legt man dann für 2 bis 3 Tage "auf Eis". Somit ist man im Besitz eines Köders, den kein anderer Angler hat, denn fast alles ist möglich, egal ob Vanillearoma, Zimt oder sonst was. Ebenfalls hat man die Möglichkeit, Maden auf diese Art mit Lebensmittelfarbe einzufärben.
VORSICHT: Es gibt Gewässer und Vereine, wo das Färben von Ködern untersagt ist.
So sind meine Maden lebendiger:
Wenn die Made auf den Haken gezogen wird, sollte man eines beachten: den Haken nie mitten durch die Made pressen. Auf einige Fische soll das heraus quellende, gelbe Zeugs zwar eine besonders anlockende Wirkung haben, die Made jedoch bewegt sich dann kein Stück mehr. Meine Empfehlung: Die Made am Kopfende vorsichtig an der obersten Kante aufziehen


                                                    

11. März 2010

Köder für alle ...........??? Oder........? wohl nicht .........!?!?



Bevorzugte  Naturköder & Bevorzugte Kunstköder



Aal
Würmer aller Art ,
kleine Köderfische Leber

Äsche
Insektenlarven , Insekten , Würmer
Trockenfliegen , Naßfliegen , Nymphen ,
kleinste Spinner und Blinker

Bachforelle
Würmer aller Art , Maden ,
kleine Köderfische
Trockenfliegen , Naßfliegen ,
Nymphen , kleinste Spinner und Blinker ,
Streamer , Bucktails

Bachsaibling
Würmer aller Art , Insekten
Trockenfliegen , Naßfliegen , Nymphen ,
kleinste Spinner und Blinker

Barbe
Tauwurm , Laubwurm , Mistwurm ,
Käse , Leberkäse , Schnecken ,
Muscheln , kleine Köderfische
Naßfliegen , Streamer , mittlere Twister ,
kleine Spinner und Blinker , kleine Wobbler

Brassen
Laubwurm , kleine Tauwürmer , Mistwurm ,
Maden , Kartoffeln , Teige

Aitel
Kirschen , Pflaumen , Würmer , Maden ,
Heuschrecken , kleine Köderfische ,
FischfetzenTrockenfliegen , Naßfliegen ,
Streamer , Spinner und Blinker ,
Twister , Wobbler

Barsch
Würmer , Maden , Heuschrecken ,
kleinste Köderfische , Fischfetzen
Naßfliegen , Streamer ,
Spinner und Blinker , Twister ,
Wobbler

Hasel
Maden , Mistwürmer ,
Heuschrecken , Brot
Trockenfliegen , Naßfliegen

Hecht
Köderfisch
Spinner und Blinker ,
Wobbler , Streamer

Karpfen
Kartoffeln , Brot ,
Mais , Boilies
Naßfliegen , Nymphen

Nase
kleine Tauwürmer ,
Algen ( nicht überall zugelassen) ,
Insektenlarven , Kartoffeln
Trockenfliegen , Naßfliegen ,
Nymphen

Regenbogenforelle
Würmer aller Art , Insektenlarven ,
Maden , kleine Köderfische
Trockenfliegen , Naßfliegen , Nymphen ,
kleinste Spinner und Blinker ,
Streamer , Bucktails

Rotauge
Würmer aller Art , Maden ,
Mais , Teige , Brot

Rotfeder
Würmer aller Art , Maden ,
Mais , Teige , Brot

Seeforelle
Würmer aller Art , Köderfische ,
Insekten
Spinner und Blinker , Wobbler ,
Twister , Naßfliegen und Streamer

Schleie
Würmer aller Art , Insektenlarven ,
Schnecken , Muscheln , Brot , Mais

Wels
Köderfische , Wurmzöpfe ,
Innereien , Muscheln
Spinner und Blinker , Wobbler

Zander
kleine Köderfische , Fischfetzen ,
Tauwürmer
Spinner und Blinker , Twister ,
Wobbler

16. Februar 2010

Die Wurm haltung


Würmer - Suche & Haltung
Diesen schönen Beitrag verdanke ich einem Forenmitglied eines Angelforums - Der Nickname des Mitgliedes ist "Rüdl". Der Beitrag wurde von mir ein wenig redaktionell überarbeitet. Dieser Beitrag hier sollte nicht ganz so todernst gesehen werden.

.. natürlich findet man auch auf anderen Böden in ganz Deutschland Würmer; man muß nur einige Dinge beachten, um wirklich erfolgreich zu sein..
.. wenn es tagsüber richtig geregnet hat und der Boden so richtig pitsche-patsche nass durchtränkt wurde, geht es am leichtesten..
.. hat es mehrere Tage hintereinander ordentlich geregnet und die Wiesen / Böden sind satt mit Wasser, dann kann man entlang von Straßen, welche durch Felder / Wiesen hindurch führen, die Würmer in rauhen Mengen einsammeln..
.. die Würmer flüchten vor den Pfützen und dem stehenden Wasser in ihren Kriechlöchern und sind ganz leicht als " Straßen-Über-Querer" einzusammeln
.. eine beruhigte Straße mit grünen Rändern, gute Regenkleidung, eine Taschenlampe und einen großen Eimer mit ungedüngter Gartenerde.. mehr braucht man nicht dafür..
.. beruhigte Straße deswegen, weil durch dauernden Verkehr in der Nacht die Sache gefährlich wird und die meisten Würmer eh nur noch als "Matsch" auf dem Straßenbelag rumliegen..

"Müffel-Such-Methode":

.. eine andere und auch etwas *müffelige* Methode ist die "Gülle-Such-Methode"..
.. d.h. wenn die Bauern ihre Gülle auf die Äcker ausbringen, dann wachsen den Würmern förmlich Flügel..
.. an der Oberfläche kann man die "Flüchtlinge" in Massen einsammeln ( tagsüber, während der Bauer noch "güllt") ..
.. Problem ist jedoch, die Würmer müssen (am besten sofort) gewässert werden, sonst gehen sie unweigerlich " über den Jordan ".
-> Gummihandschuhe .. Wassereimer .. Maurerkübel mit feuchter ungedüngter Erde
und einem alten nassen Lappen zum Abdecken (Sonnenschutz) <-
VORSICHT !.. die Würmer die am nächsten Tag immer noch nicht in der Erde verschwun-den sind, aussortieren.. man sieht ihnen den Tod förmlich an.. ( wabbelig und nach Berühren keine bzw. kaum Reaktion) .. bleiben diese halbtoten Gesellen im Behälter, dann sterben andere meist auch
.. aussortieren ist nach dem Sammeln sehr wichtig !!!
( .. das gilt auch für die aus der " Erde-Zieh-Methode "; immer kontrollieren ob alle Würmer überlebt haben und sich von unsicheren Kandiaten schnell trennen ! )

Dumme Methoden:

.. die Methoden mit Entspannungs-Mitteln ( Seife / Spühlmittel) oder Strom lehne ich grundsätzlich ab !

" Mühseliges Rumgerüttel" oder .. die " Spaten-Rüttel-Methode" ist nur etwas, wenn mal wirklich kein Wurm zur Hand ist; denn die Methode dauert zu lange und bringt; je nach Boden und Feuchtigkeit; nur mäßige Erträge..

Versorgung der Gefangenen:

.. wer das ganze Jahr über Tauwürmer zu Hause beherbergen möchte, der darf nicht faul sein
.. eine gute Nacht mit 100- 300 würmern, in ca. 30- 60 minuten Suchzeit; geht schnell 'rum, doch hier darf man dannach die Würmer nicht einfach vergessen !!!
.. die " Hege und Pflege" dannach und dauerndes Kümmern ( Genfer Konvention für Regenwürmer ), damit es den " Gefangenen " auch weiterhin gut ergeht, sind zwingend notwendig.. ;)
.. je nach Größe des Wurmbehälters und Nahrung im Boden muß man für eine gleichbleibende Feuchtigkeit sorgen
.. ein Austrocknen der obersten Erdschicht ist z.B. schon fast ein " Todesurteil " in der Wurmbox..
.. Nahrung in Form von Zellulose (Zeitungspapier / Pappe) sollte immer feucht vorhanden sein..

Lagerstätte Kühlschrank:

.. je nach Umgebungstemperatur muß täglich die Erde befeuchtet werden; je kühler die Lagerstätte, ja weniger braucht man sich um die Würmer und die Erde kümmern

( .. ab in die Gefriertruhe... ist damit NICHT gemeint )
 .. ein alter Kühlschrank, in den man einen passenden großen Behälter mit Erde reinstellen kann, ist ideal dafür geeignet... darin halten sich die Würmer auch ohne viel Nahrung sehr lange; man kann mehr Würmer auf engstem Raum lagern und man muß NICHT dauernd
nach Feuchtigkeit und Parasiten Ausschau halten
.. so einen alten Kühlschrank kann man sich auch mit Kollegen teilen und mehrer Por-tionen Maden / Tebos / Mehlwürmer / Tauwürmer und dergl. passen immer rein..
( .. ein "Kühli" ohne Gefrierteil hat genug Volumen )
.. viele Würmer einsammeln ist eigentlich kein Problem; die Würmer länger am Leben erhalten, dass man auf Bedarf einen " Ringler " zur Verfügung hat, ist das eigentliche Problem.. .. deswegen ist das "Kümmern" nach dem Einsammeln ( einen Hund füttert und betreut man schließlich auch ) die eigentliche Herausforderung.

Fauler Angler - tote Würmer:

.. meiner Meinung nach verrecken ( wie unsensibel vom Originalautor, man kann doch auch " versterben" sagen ) mehr dieser teuren Tauwürmer in irgendwelchen Kofferräumen
von überhitzen Autos oder sie sterben den Dürre- und Hungertod in ihren kleinen Plastik-behausungen .. ( gemeint sind die handeslüblichen Köderdosen ) .. 10 Tauwürmer kaufen.. 3 landen am Haken.. 7 verrecken, weil " Mama" ( liebevolle Bezeichnung für die Gattin des Anglers ) den " Kühli " eisern verteidigt, oder der Angler nur zu faul ist, die Würmer nach dem Angeln zu versorgen..( damit ist nicht unbedingt das Duschen der Würmer gemeint ) .. oder als weiteres Beispiel: 40 Würmer wurden gesammelt... 5 gehen mit zum Angeln und der Rest verreckt ( segnet das Zeitliche ) mangels Pflege bis zum nächsten Angeln in irgendwelchen trockenen und überhitzen Behältern.......


.. oder seh' ich das etwas zu negativ ?